Kreditzinsen
Die Banken verleihen an die Verbraucher Geld und verlangen dafür entsprechend Zinsen. Sie sind verpflichtet, bei ihren Kreditangeboten den effektiven Jahreszins in Prozent auszuweisen. Das macht die Kreditangebote verschiedener Banken für den Verbraucher in etwa vergleichbar.
Mit dem effektiven Jahreszins werden die Zinsen und die Bearbeitungsgebühren, die für einen Kredit erhoben werden zum Ausdruck gebracht. In der Regel ist der effektive Jahreszins für einen Kredit mit kürzerer Laufzeit niedriger, als wenn der Kredit über eine lange Laufzeit, etwa 84 Monate gewährt wird. Je länger die Laufzeit eines Kredites ist, des so höher ist natürlich auch das Ausfallrisiko, das die Bank trägt. Dieses schlägt sich dann in dem höheren Zinssatz nieder. Die Bearbeitungsgebühren sind bei allen Banken ungefähr gleich und bewegen sich in der Regel zwischen zwei und drei Prozent, meist auch laufzeitabhängig.
Bietet ein Kreditinstitut einen Kredit in Höhe von zum Beispiel 10.000 Euro ab einem effektiven Jahreszins von 3,9 % an, heißt das nicht, dass jeder Kreditantragsteller diesen Zinssatz gewährt bekommt. Die tatsächliche Höhe des effektiven Jahreszinses ist auch bonitätsabhängig. Kunden mit sehr guter Bonität wird ein Kredit meist zu besseren Konditionen als Kunden mit schwacher Bonität gewährt.
Kreditnebenkosten, die durch eine Restschuldversicherung entstehen, sind grundsätzlich nicht im effektiven Jahreszins enthalten.
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