Kreditumschuldung
Unter einer Umschuldung versteht man die Aufnahme eines Kredites, um einen anderen, bereits bestehenden Kredit abzulösen.
Eine Kreditumschuldung kann verschiedene Ursachen haben. So kann es sinnvoll sein, mehrere kleine Darlehen zu einem größeren zusammenzufassen, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen und die monatliche Gesamtbelastung zu senken.
Auch die Umschuldung eines Dispositionskredits in einen Ratenkredit kann sich lohnen, denn der Dispo wird ja nicht durch monatliche Raten, sondern lediglich durch die Gehaltseingänge zurückgeführt. Die häufigste Ursache einer Umschuldung sind jedoch geringere Zinsen bei einer anderen Bank. Sowohl bei Baufinanzierungen oder bei Ratenkrediten werben Banken mitunter mit besonders günstigen Konditionen, durch die während der Darlehenslaufzeit hohe Beträge gespart werden können.
Vor einer Kreditumschuldung sollten allerdings einige Punkte beachtet werden. So muss für die Aufnahme eines neuen Kredites auch wieder eine Bearbeitungsgebühr bezahlt werden, die zum Beispiel bei Ratenkrediten bis zu drei Prozent des Kreditbetrages ausmachen kann.
Weiterhin sollten die Kündigungsfristen der bisherigen Darlehen geprüft werden. Gerade bei Baufinanzierungen ist eine Kündigung in den ersten 10 Laufzeitjahren ausgeschlossen bzw. nur mit der Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
Des Weiteren müssen bei Baufinanzierungsdarlehen die Sicherheiten, zum Beispiel die Grundschuld, an die neue Bank übertragen werden, was ebenfalls wieder mit Kosten verbunden ist.
Die Kreditumschuldung lohnt sich also nur, wenn die Konditionen der neuen Bank deutlich unter denen des bisherigen Instituts liegen.
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