Kredit für den Wertpapierkauf
Wertpapiere, insbesondere Aktien, bieten große Chancen auf Kursgewinne. Je spekulativer hier die Anlage, desto höhere Erträge können bereits binnen kurzer Zeit erzielt werden.
Da einige Anleger jedoch nicht über das notwendige Kapital für ein Aktieninvestment verfügen, kann ein Wertpapierkredit aushelfen.
Dieser Kredit ist vom Wesen her ein tilgungsfreies Darlehen, für dass während der Laufzeit nur die Zinsen an die Bank gezahlt werden.
Gleichzeitig erfolgt die Verpfändung des Depotguthabens. Am Ende der Darlehenslaufzeit wird der Kredit dann durch den Verkauf der Wertpapiere zurückgezahlt.
Zu beachten ist allerdings, dass nicht der gesamte Depotwert als Sicherheit für das Darlehen dienen kann. Aufgrund der möglichen Kursverluste werden Aktiendepots nur zu 60% ihres Wertes angesetzt. Selbst bei festverzinslichen Wertpapieren im Depot erfolgt ein Abschlag von mindestens 10%.
Die Konditionen für Wertpapierdarlehen sind meist relativ gering, sie liegen durchschnittlich zwischen 6-9% p.a.
Wertpapierkredite sind jedoch sehr spekulativ. Kann eine gekaufte Aktie zum Beispiel die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, erzielt der Kunde Kursverluste. Somit kann es geschehen, dass zwar erhebliche Kursverluste verbucht werden, der Kredit aber trotzdem in voller Höhe zurückgezahlt werden muss.
Aus diesem Grund müssen Kreditnehmer auch bei Wertpapierkrediten ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können, mit dem bei Verlusten die Kreditrate bedient werden kann.
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