Welche Zinsbindung ist empfehlenswert?

Wenn Kunden für ihr Baufinanzierungsprojekt ein Annuitätendarlehen wählen, ist dies in der Regel mit einer Zinsbindung ausgestattet, die kürzer als die tatsächliche Darlehenslaufzeit ist. Die Zinsbindungen, die von den Banken angeboten werden, reichen von 5-15 Jahren, nur in Einzelfällen werden auch 30 Jahre Zinsbindung angeboten. Die Laufzeiten vieler Darlehen jedoch betragen zwischen 25-30 Jahre.
Somit muss der Kunde nach Ablauf der Zinsbindung erneut mit der Bank in Kontakt treten, um die Zinsen erneut zu verhandeln. Diese werden sich dann maßgeblich nach den Marktzinsen richten, die die Europäische Zentralbank vorgibt. Jeder Kreditnehmer hat somit ein Zinsänderungsrisiko.

Aus diesem Grund sollte man die Wahl der Zinsbindungszeit gut überdenken. In Zeiten niedriger Marktzinsen ist es in jedem Fall empfehlenswert, eine lange Zinsbindungsdauer zu wählen, auch wenn die Banken hierfür geringe Zinsaufschläge berechnen. So kann das niedrige Zinsniveau für eine lange Zeit gesichert werden.

Geht man hingegen von fallenden Zinsen aus, kann eine sehr kurze Zinsbindungszeit oder gar ein variabel verzinstes Darlehen genutzt werden. Idealerweise wird ein Cap-Darlehen gewählt, welches zwar variabel verzinslich, aber gleichzeitig mit einer Zinsobergrenze ausgestattet ist. Solche Darlehen passen sich den Marktveränderungen an, sinkende Zinsen wirken sich also direkt aus. Weiterhin ist es möglich, diese Darlehen jederzeit in voller Höhe zurückzuzahlen, um zum Beispiel ein Darlehen mit einer festen Zinsbindungszeit zu wählen, wenn die Zinsen dann tatsächlich gesunken sind.

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