Forward Darlehen
Viele Darlehen, die für eine Baufinanzierung abgeschlossen wurden, weisen eine Laufzeit von 10-15 Jahren auf. Während dieser Zeit bleibt der vereinbarte Zins zwar konstant, nach Ablauf der Zinsbindungszeit muss er jedoch wieder neu mit der Bank verhandelt werden.
Die Festlegung des neuen Zinssatzes erfolgt natürlich nach Maßgabe des Leitzinses, der von der Europäischen Zentralbank festgelegt wird.
Dieses Vorgehen birgt für Kreditkunden ein hohes Risiko, denn wenn die Zinsen bei Darlehensablauf gerade hoch sind, werden diese im Prolongationsangebot vereinbart.
Eine Möglichkeit, den Zinssatz des Anschlussdarlehens zu beeinflussen, bieten Forwarddarlehen. Sie können bis zu 36 Monate vor Ablauf des Ursprungsdarlehens abgeschlossen werden, die Auszahlung erfolgt natürlich erst bei Fälligkeit.
Die Auszahlung des Darlehens muss vielfach in einer Summe vorgenommen werden, Bereitstellungszeiten werden meist nicht vereinbart.
Sie eignen sich für jeden Kunden, der eine Anhebung des Leitzinses in der Zukunft erwartet.
Forwarddarlehen sind Annuitätendarlehen, bei denen ebenfalls eine Zinsbindungszeit und ein Tilgungssatz vereinbart werden. Auf Kundenwunsch können zudem Sondertilgungen in den Vertrag aufgenommen werden.
Als Sicherheit wird wie bei Baufinanzierungsdarlehen auch eine Grundschuld eingetragen.
Da auch die Banken die Zinsentwicklung nicht im Einzelnen vorhersehen können, werden Zinsaufschläge für Forwarddarlehen fällig. Diese betragen je nach Bank und Zeitraum bis zur Ablösung zwischen 0,01-0,2% pro Jahr.
Sie suchen einen billigen Ratenkredit?
Dann testen Sie doch unseren innovativen Kreditrechner!

