Beleihungswert

Als Beleihungswert wird der Wert bezeichnet, der für ein Grundstück aus Sicht der Bank inklusive des hierauf errichteten Wertes auf lange Sicht erzielbar ist. Im Gegensatz hierzu gibt der Verkehrswert den tatsächlichen Preis des Marktes wieder.
Aus Sicherheitsgründen darf der Beleihungswert auch bei positiver Prognose des Immobilienmarktes den Wert, der aktuell auf dem Markt der Region zu erzielen ist, in keinem Fall übersteigen.

Um den Beleihungswert zu ermitteln, werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Dies sind zum einen der Boden- sowie der Sachwert des Objektes, die entweder von einem Sachverständigen oder einem entsprechend geschulten Mitarbeiter der Bank erstellt werden.
Weiterhin müssen wertbeeinflussende Faktoren, wie etwa die Lage des Objektes oder die Verkehrsanbindung berücksichtigt werden, denn diese haben mitunter großen Einfluss auf den eventuell erzielbaren Preis bei einer möglichen Versteigerung.
Um auch Zukunftskomponenten, wie etwa mögliche Preissteigerungen oder einen Preisverfall zu berücksichtigen, wird beim Beleihungswert in nahezu allen Fällen ein Abschlag auf den derzeitigen Verkehrswert vorgenommen.
Dieser beträgt in der Regel zwischen 10-20%.
Da Banken jedoch nach dem Niederstwertprinzip bewerten müssen, kann der Beleihungswert auch deutlich mehr vom Verkehrswert abweichen, was unter Umständen Auswirkungen auf die Finanzierbarkeit des gesamten Projektes haben kann, denn der Wert einer Sicherheit beeinflusst die Kreditentscheidung einer Bank sowie den von ihr berechneten Zins maßgeblich.

Sie suchen einen billigen Ratenkredit?

Dann testen Sie doch unseren innovativen Kreditrechner!